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Trauerfall Anton Hirschböck

Trauerfall Anton Hirschböck

  • Jagdschutzverein Hartberg

Nachruf:
Stellvertretend für den Steirischen Jagdschutzverein, Zweigverein Hartberg, und im Namen der Jagdkameradinnen und Jagdkameraden der Jagdgesellschaft Rohrbach bei Waltersdorf darf ich heute über das jagdliche Wirken unseres verstorbenen Jagdkameraden, Anton Hirschböck, berichten.
Am 8. April 1968 hat Anton mit 21 Jahren die Jagdprüfung abgelegt und damit einen Weg eingeschlagen, der ihn über Jahrzehnte begleiten und prägen sollte. Seit 1989 war er ständiges Mitglied unserer Jagdgesellschaft und damit ein fester und geschätzter Bestandteil unserer Gemeinschaft. Seine Leidenschaft für die Jagd hat Anton auch an seinen Sohn Martin und seine Enkelkinder Maximilian und Benjamin weitergegeben und damit seine Passion zur Jagd auch in den nächsten Generationen verankert.

Anton war ein Jäger, der sein Revier nicht nur kannte, sondern mit ihm verbunden war. Er hatte immer ein Auge und ein Ohr im Revier. Er wusste, wo das Wild stand, wie sich die Natur veränderte und was im Revier vor sich ging. Sein großes Jagdverständnis beruhte dabei nicht nur auf jahrzehntelanger Erfahrung, sondern vor allem auf einer tiefen Verbundenheit mit Wild und Natur.

Der sorgsame und verantwortungsvolle Umgang mit dem Wild und mit der Natur lag ihm besonders am Herzen. Jagd bedeutete für Anton Verantwortung, Beobachtung, Hege und vor allem Respekt vor der Natur.
Sein umfangreiches Wissen und seine jahrzehntelange Erfahrung hat Anton gerne weitergegeben. Besonders Jungjägern stand er mit Rat und Tat zur Seite. Er nahm sich die Zeit, Erfahrungen zu teilen, Zusammenhänge zu erklären und sein Wissen weiterzugeben. Damit hat er dazu beigetragen, dass jagdliches Wissen und jagdliche Werte weitergetragen werden.
Eine besondere Freude bereitete ihm sein Weimaraner Aron. Oft konnte man Anton bei seinen Runden mit Aron im Revier antreffen und Gesehenes austauschen.
Ebenso wichtig war Anton ein gutes und respektvolles Verhältnis zu den Grundbesitzern, Grundpächtern und Naturnutzern. Er wusste, dass eine gute Jagd nur funktionieren kann, wenn Jäger und Grundeigentümer zusammen mit Pächtern miteinander auskommen, miteinander reden und gegenseitige Wertschätzung zeigen.
Auch innerhalb unserer Jagdgesellschaft und mit den Nachbarjagden war ihm ein kollegialer und kameradschaftlicher Umgang besonders wichtig. Anton war einer, dem das Miteinander am Herzen lag, Gesellige Runden vor und in der Garage ließen oft bei einigen Mischungen einige Jagdkameraden die Uhrzeit vergessen, weil man sich so gut unterhielt. Das selbstgekochte Rehgulasch, vor allem für die Rehjause erfreute sich nicht nur unter den Jägern sondern auch unter den Gästen über Große Beliebtheit.

Werter Toni, ein letztes, kräftiges und aufrechtes Weidmannsdank deiner Weidkameradinnen und Kameraden für dein jagdliches Tun innerhalb der Jagdgesellschaft Rohrbach. Ruhe in Frieden und Weidmannsruh.

Auch im Namen des Jagdschutzverein Hartberg darf ich mich für Deine Mitgliedschaft und Treue bedanken. Als gern gesehener Gast bei unseren Veranstaltungen werden wir dich in Erinnerung behalten. Wir verneigen uns vor einem aufrechten Jäger und Freund. Als Zeichen unserer Anerkennung verabschieden sich die Jäger deines Heimatreviers sowie der Jagdschutzverein Hartberg mit einem letzten, ehrenvollen Kerzengesteck. Wenn im Anschluss die Jagdhornbläser das Signal “Jagd vorbei und Halali” blasen, werden sich die anwesenden Jäger mit dem Standesbruch als Zeichen der Verbundenheit verabschieden.
„Der letzte Pirschgang ist nun vollbracht,
die Stille hält nun treue Wacht.
Kein Anblick mehr, kein Büchsenknall,
nur noch der Friede – überall”

Lieber Toni, für Deinen letzten irdischen Weg: Ein letztes, kräftiges Weidmannsheil.

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